Niko Kovač, Cheftrainer von Borussia Dortmund, spricht offen über seinen christlichen Glauben. In einem Interview betont er, dass der Glaube an Gott für ihn eine zentrale Stütze im Alltag sei. Der 53-Jährige besucht regelmäßig die Heilige Messe in einer kroatischen Gemeinde in Dortmund, geht zur Beichte und bekreuzigt sich vor dem Essen. Diese Praktiken sind für ihn nicht nur Tradition, sondern Ausdruck einer tiefen persönlichen Überzeugung.
Kovač erklärt: „Ich glaube fest daran, dass es den lieben Gott gibt. Ich glaube auch, dass wir alle letzten Endes eine Bestimmung haben und das Leben nach dem Tod weitergeht.“ Diese Worte zeigen, dass sein Glaube weit über bloße Routine hinausgeht. Er ist für ihn eine Quelle der Hoffnung und Orientierung.
Kovačs Umgang mit schwierigen Lebensphasen
In herausfordernden Zeiten vertraut Kovač nicht in erster Linie auf menschlichen Rat, sondern auf Gott. „Ich vertraue auf das, was der liebe Gott mir mitgegeben hat. Er lässt mich nur das schultern, was ich schultern kann. Und wenn es ein bisschen mehr wird, weiß ich, dass er trotzdem da ist. Das hilft mir“, so der Trainer. Diese Haltung erinnert an das biblische Wort aus dem Ersten Petrusbrief:
„Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7; Luther 2017)
Für Kovač ist der Glaube ein Anker in stürmischen Zeiten. Er verzichtet bewusst auf Glücksbringer oder Aberglauben, obwohl er von seinem früheren Trainer Giovanni Trapattoni weiß, dass dieser stets Weihwasser bei sich trug. Stattdessen hat Kovač gelegentlich einen Rosenkranz oder eine kleine Medaille dabei – nicht als magisches Objekt, sondern als Erinnerung an Gottes Gegenwart.
Der Glaube im Spitzensport: Ein Tabuthema?
Im Profifußball wird der Glaube oft als Privatsache betrachtet. Doch immer mehr Sportler sprechen offen über ihre christliche Überzeugung. Kovač reiht sich damit in eine Reihe von Fußballpersönlichkeiten ein, die ihren Glauben öffentlich bekennen. Der ehemalige Bundesligaprofi Cacau etwa bezeichnete den Glauben als seinen „Anker“. Auch Bum-kun Cha, Ex-Profi von Eintracht Frankfurt, betonte, dass der Glaube die Basis seines Könnens sei.
Diese Zeugnisse zeigen, dass der christliche Glaube im Spitzensport eine größere Rolle spielt, als viele vermuten. Er bietet Halt in einer Welt, die von Leistungsdruck und öffentlicher Kritik geprägt ist.
Was die Bibel über Vertrauen in Gottes Plan sagt
Kovačs Aussage, dass jeder Mensch eine Bestimmung habe, deckt sich mit biblischen Aussagen. Der Prophet Jeremia schreibt:
„Denn ich weiß, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ (Jeremia 29,11; Luther 2017)
Dieser Vers unterstreicht, dass Gott einen Plan für jeden Menschen hat – auch wenn wir ihn nicht immer verstehen. Der Glaube daran kann helfen, auch in schweren Zeiten nicht zu verzweifeln.
Praktische Tipps: Wie der Glaube den Alltag bereichern kann
Nicht jeder ist Spitzensportler, aber jeder kann von Kovačs Einstellung lernen. Hier sind einige Anregungen, wie Sie den Glauben in Ihren Alltag integrieren können:
- Nehmen Sie sich täglich Zeit für ein kurzes Gebet – egal, ob morgens oder abends.
- Lesen Sie regelmäßig in der Bibel, um Gottes Wort besser kennenzulernen.
- Suchen Sie die Gemeinschaft mit anderen Christen, etwa in Ihrer örtlichen Kirchengemeinde.
- Vertrauen Sie in schwierigen Situationen auf Gottes Führung, statt sich nur auf Ihre eigene Kraft zu verlassen.
Diese Schritte können helfen, den Glauben nicht nur als Sonntagspflicht zu sehen, sondern als lebendige Beziehung zu Gott.
Reflexion: Was bedeutet Ihr Glaube für Sie?
Niko Kovačs Beispiel lädt dazu ein, über die eigene Glaubenspraxis nachzudenken. Fragen Sie sich: Welche Rolle spielt Gott in meinem Leben? Vertraue ich ihm auch in schwierigen Zeiten? Oder suche ich eher nach menschlichen Lösungen? Der BVB-Trainer zeigt, dass der Glaube eine Quelle der Kraft sein kann, die uns durch alle Höhen und Tiefen trägt. Vielleicht ist es an der Zeit, diesen Schatz neu zu entdecken.
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