Seit einigen Wochen steht das Kloster Goldenstein im Salzburger Land im Fokus kirchlicher und öffentlicher Aufmerksamkeit. Die drei Augustiner-Chorfrauen, die dort leben, haben nach einer Reise nach Rom Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung für ihre Gemeinschaft geschöpft. Der Apostolische Kommissar, der für die Aufsicht zuständig ist, hat Gespräche mit verschiedenen kirchlichen Stellen aufgenommen, um den Schwestern den Verbleib in ihrem angestammten Kloster zu ermöglichen.
Die Situation ist komplex, denn es geht nicht nur um die Zukunft eines historischen Gebäudes, sondern vor allem um die spirituelle Berufung und das geweihte Leben der Ordensfrauen. Viele Christen in der Region und darüber hinaus verfolgen die Entwicklung mit Anteilnahme und Gebet.
Die Bedeutung des Klosters für die Gemeinschaft
Das Kloster Goldenstein ist seit Jahrhunderten ein Ort des Gebets und der Stille. Für die Augustiner-Chorfrauen ist es nicht nur ein Wohnort, sondern ein Raum, in dem sie ihre Berufung leben: das gemeinsame Chorgebet, die Arbeit und die Gastfreundschaft. Die Schwestern sind ein wichtiger Teil des geistlichen Lebens in der Diözese.
Der Apostolische Kommissar Markus Grasl betonte in einer Stellungnahme, dass das Ziel aller Beteiligten sei, den Schwestern den weiteren Aufenthalt in Goldenstein zu ermöglichen. Dies erfordere jedoch eine rechtliche und finanzielle Absicherung, die derzeit geprüft werde.
Was bisher geschah
Nach der Romreise der drei Schwestern, bei der sie mit Vertretern der Ordenskongregation zusammenkamen, wurden die Gespräche intensiviert. Es geht um die Frage, ob die kleine Gemeinschaft langfristig eigenständig bleiben kann oder ob eine Angliederung an einen anderen Orden notwendig wird.
Die Kirche hat in solchen Fällen verschiedene Modelle, um das geweihte Leben zu erhalten. Dazu gehören etwa die Unterstützung durch einen größeren Orden oder die Umwandlung in eine geistliche Kommunität.
Biblische Perspektiven auf Beständigkeit und Wandel
Die Bibel ermutigt uns, in Zeiten des Umbruchs auf Gottes Führung zu vertrauen. Der Prophet Jeremia schreibt: „Denn ich weiß, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben“ (Jeremia 29,11, Luther 2017).
Dieser Vers erinnert daran, dass Gott auch in schwierigen Übergängen einen Plan hat. Die Schwestern von Goldenstein können sich in diesem Vertrauen geborgen wissen.
Auch Jesus selbst spricht von der Notwendigkeit, auf festem Grund zu bauen. In der Bergpredigt sagt er: „Wer aber diese meine Worte hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute“ (Matthäus 7,24, Luther 2017). Das Haus des Glaubens braucht ein solides Fundament – das Gebet, die Gemeinschaft und die Treue zur Berufung.
Die Rolle der Gebetsgemeinschaft
In Zeiten der Ungewissheit ist das Gebet eine starke Stütze. Die Schwestern selbst beten um Weisheit für die Verantwortlichen und um eine gute Lösung. Auch viele Gläubige sind eingeladen, sie in ihren Gebeten zu unterstützen.
Der Apostel Paulus schreibt an die Philipper: „Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!“ (Philipper 4,6, ELB). Diese Aufforderung gilt auch für die aktuelle Situation in Goldenstein.
Wie Sie die Schwestern unterstützen können
- Betten Sie für die Ordensfrauen und alle, die an den Gesprächen beteiligt sind.
- Informieren Sie sich über die Entwicklung und bleiben Sie im Gespräch mit Ihrer Gemeinde.
- Besuchen Sie das Kloster, wenn möglich, um Ihre Verbundenheit zu zeigen.
Ausblick und Hoffnung
Die Gespräche über die Zukunft von Goldenstein werden in den kommenden Wochen fortgesetzt. Es ist ein Prozess, der Geduld und Vertrauen erfordert. Doch die Kirche hat immer wieder Wege gefunden, um das geweihte Leben zu bewahren und zu erneuern.
Wir dürfen hoffen, dass auch für diese kleine Gemeinschaft eine gute Lösung gefunden wird – eine Lösung, die nicht nur den Schwestern, sondern auch der gesamten Kirche zugutekommt.
Abschließend eine Frage zur persönlichen Reflexion: Wie können wir in unseren eigenen Gemeinden Menschen unterstützen, die in Übergangszeiten leben, und ihnen eine Perspektive bieten?
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