Der bekannte Kölner Schauspieler Peter Millowitsch spricht offen über seine katholische Erziehung und die Bedeutung des Glaubens in seinem Alltag. In einem Interview betont er, dass der Glaube ihm ein starkes Gewissen gegeben habe, das ihn durch Höhen und Tiefen begleite. Für ihn sei der christliche Wertekanon eine verlässliche Orientierungshilfe, die weit über die Kindheit hinaus wirke.
Millowitsch erinnert sich an die Sonntage seiner Jugend, an denen der Kirchgang selbstverständlich war. Diese Routine habe ihm nicht nur Struktur, sondern auch ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. „Der Glaube war nie etwas Aufgezwungenes, sondern etwas, das mich getragen hat“, so der Schauspieler. Seine Familie habe die christliche Nächstenliebe vorgelebt, was ihn bis heute präge.
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ – 2. Timotheus 1,7 (Luther 2017)
Diese Bibelstelle sei für ihn ein Lebensmotto, erklärt Millowitsch. Sie ermutige ihn, auch in schwierigen Zeiten mutig und liebevoll zu handeln. Der Glaube gebe ihm die Kraft, sich für andere einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.
Die Rolle der Kirche in der modernen Gesellschaft
Millowitsch beobachtet mit Sorge, dass die Kirchen in Deutschland immer mehr Mitglieder verlieren. Dennoch sieht er die christlichen Gemeinden weiterhin als wichtige Stützen der Gesellschaft. „Die Kirche darf nicht zu einem reinen Event-Ort werden. Sie muss ein Raum der Stille, des Gebets und der echten Begegnung bleiben“, mahnt der Schauspieler.
Er selbst besuche regelmäßig Gottesdienste, schätze aber auch die Vielfalt der evangelischen und freikirchlichen Gemeinden. „Es geht nicht um Konfession, sondern um den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus.“ Die Ökumene sei ihm ein Herzensanliegen, da sie die Einheit der Christen stärke und das Zeugnis nach außen glaubwürdiger mache.
Herausforderungen für die Gemeinden
Die sinkende Zahl der Gläubigen stelle die Kirchengemeinden vor große Herausforderungen. Millowitsch plädiert für mehr Offenheit und zeitgemäße Angebote, ohne die Tradition zu vernachlässigen. „Wir brauchen Gemeinden, die einladend sind und die Menschen dort abholen, wo sie stehen.“ Dazu gehöre auch eine verständliche Sprache und eine lebendige Liturgie.
Der Schauspieler ermutigt Christen, ihren Glauben selbstbewusst zu leben und in den Dialog mit der Gesellschaft zu treten. „Der Glaube ist kein Privatbesitz, sondern eine Botschaft, die geteilt werden will.“ Diese Überzeugung habe ihn dazu bewegt, sich in seiner Gemeinde zu engagieren und Projekte für Jugendliche zu unterstützen.
Praktische Impulse für den Alltag
Wie kann der Glaube im hektischen Alltag konkret werden? Millowitsch empfiehlt, feste Zeiten für Gebet und Stille einzuplanen. „Schon fünf Minuten am Morgen können den ganzen Tag verändern.“ Er selbst nutze eine App mit Bibelleseplänen und tausche sich regelmäßig mit Freunden über geistliche Themen aus.
Ein weiterer Tipp: die aktive Teilnahme am Gemeindeleben. „Suchen Sie sich eine Aufgabe, die Ihnen Freude macht – ob im Besuchsdienst, in der Kinderarbeit oder bei der Gestaltung von Gottesdiensten.“ Durch das Engagement werde der Glaube lebendig und die Gemeinschaft gestärkt.
„Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ – 1. Petrus 3,15 (ELB)
Dieser Vers ermutige ihn, Zeugnis zu geben, ohne aufdringlich zu sein, so Millowitsch. Die eigene Hoffnung und Freude am Glauben seien ansteckend und könnten andere inspirieren.
Zum Nachdenken
Was bedeutet der Glaube für Sie? Welche Werte möchten Sie an die nächste Generation weitergeben? Nehmen Sie sich heute Zeit, um über diese Fragen nachzudenken. Vielleicht entdecken Sie dabei neue Perspektiven für Ihr eigenes Glaubensleben.
Kommentare